Einzeltherapie

Innerhalb der Einzeltherapie vor Ort in unserer Praxis, oder bei Ihnen zuhause als Hausbesuch im Umkreis von Großhansdorf und Ahrensburg bieten wir das gesamte Spektrum an ergotherapeutischen Leistungen an.

Sensomotorisch Perzeptive Behandlungen

Sensomotorisch-Perzeptive Behandlung (45 Minuten)

Definition
Sensomotorisch – perzeptiv, was bedeutet dies Wort eigentlich?

Senso kommt von Sensorik, also Wahrnehmung. Unterschieden werden kann zwischen dem, was außerhalb des eigenen Körpers geschieht (z. B. was man sieht) und was sich innerhalb des Köpers abspielt (beim Achterbahn fahren oder beim Liegen im Dunkeln)

Motorik  – Bewegungstechnik (Bewegung und deren Qualität)

Perzeption – hier ist die unbewusste Wahrnehmung eines Lebewesens gemeint. Gemeint ist der ganz eigene Filter eines Menschen (z.B. durch körperliche Voraussetzungen oder emotionale Erfahrungen, die er gemacht hat).

Unter Sensomotorisch – perzeptiv ist also das Zusammenspiel der wahrnehmenden Nerveneindrücke (Afferenzen= sensorisch) und der ausführenden Nervenimpulse (Efferenzen = motorisch) in dem ganz individuellen, unbewusstem Wahrnehmungs-Kontext des Empfängers (perzeptiv) gemeint.

Zur Anwendung kommt die Sensomotorisch –  perzeptive Behandlung

bei Funktionsstörungen

  • der Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination aber auch den daraus folgenden Verhaltensunsicherheiten (Grobmotorik, Feinmotorik, Koordination, Gleichgewicht, soziale Unsicherheiten, Unfallgefahr).
  • der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung ( das funktionelle Hören aber auch der Hörwahrnehmung, genauso das Sehen und die visuelle Wahrnehmung, Körperwahrnehmung, Umfeldwahrnehmung)

Motorisch funktionelle Behandlungen

Motorisch-funktionelle Behandlung (30 Minuten)

Definition
Eine ergotherapeutische motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter, motorischer Störungen.

Hier, wie auch bei sensomotorischen Behandlung gibt es Überschneidungen mit der Physiotherapie. Ist ein Patient in Behandlung bei beiden Berufsgruppen, so übernehmen die Ergotherapeuten meist den Bereich der oberen Extremitäten, die Physiotherapeuten den unteren Bereich.

Indikation
Funktionsstörungen/Schädigungen

  • aktive und passive Bewegungsstörungen, Störungen der Haltung
  • Störungen der Grob- und Feinmotorik
  • Muskelinsuffizienz, -verkürzungen
  • Kontrakturen/Narbenzüge

Leistungen

  • funktionelle Behandlungstechniken (z. B. nach Bobath)
  • handwerkliche, spielerische und gestalterische Behandlungstechniken
  • Maßnahmen zur taktilen Desensibilisierung und Sensibilisierung
  • Handtherapie
  • Versorgung und Training mit Alltagshilfen, Schienen, Prothesen
  • Gelenkschutzmaßnahmen

Psychisch Funktionelle Behandlungen

Psychisch-funktionelle Behandlung (60 Minuten)

Definition

Eine ergotherapeutische psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Zur Anwendung kommt diese Behandlung bei

  • Funktionsstörungen/Schädigungen der Orientierung
    zu Raum, Zeit und Person
    (z.B. Demenz, Psychose, Korsakow -Syndrom)
  • im psychomotorischen Tempo und in der Qualität
    (Hyperkinese, Tic-Störungen)
  • des Antriebs und des Willens
    (z.B. bei Depression, Manie)
  • des Realitätsbewusstseins und der Selbsteinschätzung
    (z.B. Schizophrenie,Manie)
  • der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
    (z.B. Depression, Manie, psychotische Störungen durch psychotrope Substanzen)
  • der emotionalen und Willensfunktionen
    (z.B. Borderline, Asperger
  • der Anpassungs- und Verhaltensmuster (z.B. Ängste, Zwänge,Belastungsstörungen, historische Verhaltensstörungen)
  • des Denkens/der Denkinhalte
    (Wahn, Psychosen, Schizophrenie)

Eine Gruppenbehandlung ist angezeigt, wenn die individuelle Problematik des Patienten die Nutzung von gruppendynamischen Prozessen erfordert.

Unsere Maßnahmen sind insbesondere:

  • Handwerkliche, gestalterische und spielerische Methoden, z. B. auch kommunikatives Malen, Gestaltungstherapie.
  • Methoden zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhaltens, z. B. Rollen- und Regelspiele.
  • Methoden zur Verbesserung der Körper- und Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmungsverarbeitung.
  • Training der Selbsthilfefähigkeiten im täglichen Leben und Tagesstrukturierung
  • Training des sozialen Verhaltens
  • Vorschulisches/vorberufliches Training und Belastungserprobung
  • Training der Grundarbeitsfähigkeiten/Arbeitstherapie, Projektarbeiten

Ergotherapeutisches Hirnleistungstraining

Definition
Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven/geistigen Störungen und der hieraus entstandenen Fähigkeitsstörungen.

Indikationen
Funktionsstörungen/Schädigungen von Funktionen wie

  • Aufmerksamkeit (selektive, geteilte Wachheit)
  • Konzentration
  • Ausdauer
  • Merkfähigkeit (Kurz- u. Langzeitgedächtnis, Merkspanne)
  • Reaktion
  • Handlungsplanung/Problemlösung
  • Gesichtsfeld mit oder ohne Neglect (z. B. nach Schlaganfall)
  • visuelle und auditive Wahrnehmung, Wahrnehmungsgeschwindigkeit
  • Orientierung zu Ort, Raum, Zeit, Person

Leistungen

  • Hirnleistungstraining mit Alltags- u. Biographiebezug
  • (z.B. bei Demenz)
  • neuropsychologisch orientiertes Hirnleistungstraining
  • (z.B. Schädel-Hirn-Trauma)
  • handlungsorientiertes Training der kommunikativen Fähigkeiten
  • (z. B. Schlaganfall)
  • Training zur Verbesserung des Lernverhaltens und der Grundarbeitsfähigkeiten
  • (Wieder)-Erlernen von Kulturtechniken
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